Zwilling Messer

Hergestellt in der Klingenstadt Solingen

Zwilling ist der größte und noch dazu ein sehr alter Solinger Messerproduzent mit Welt-Renommé. Wohl jedem bekannt, nicht nur in Sachen Küchenmesser. Trotz globaler Ausmaße produziert Zwilling (auch) noch in Solingen. Und bleibt seiner Tradition treu als innovativer Vorreiter in Stahl, Verarbeitungstechnologie und Design.

Zwilling Kochmesser

Chef‘s Knifes von Zwilling gibt es wohl in fast jeder Profiküche. Alle Serien europäischen Typs haben mindestens eine sehr gute Kochmesser-Version parat: immer sehr gut ausbalanciert, aus bester „Zwillig-Sonderschmelze“ stauch- oder im Ganzen geschmiedet, eisgehärtet, super scharf und hervorragend verarbeitet. Mit Voll-Kropf, leichterem Halbkropf oder auch mit griffseitigem Fingerschutz aus Kunststoff.

Besonderheiten von Zwilling-Messern

Zwilling Professional S

Klassisches Design und absolut gastronomie-tauglich durch fugenlose Verarbeitung und Kunststoffgriff. Mit stauchgeschmiedetem Kropf und dreifach genieteten Griffschalen am Voll-Erl. Viele Messerformen inklusive asiatische sind erhältlich.

Zwilling Pro

Etwas moderner als Professional S durch den angeschrägten Kropf und ebenso spülmaschinen- wie alltagsfest.

Die Zwilling-Welt und -Geschichte

Peter Henckels, der Nachfahre einer in Solingen alteingesessenen Schleiferfamilie, hatte sich vorsorglich den später bekannten Markennamen und das Symbol in der Messermacherrolle schützen lassen: am 13. Juni 1731 im Sternzeichen Zwilling. Und damit eines der ältesten Warenzeichen überhaupt. Erst um die Jahrhundertwende nutzte es ein entfernter Verwandter von ihm, Johann Abraham Henckels Senior, und gründete die Messermanufaktur „Zwilling J.A. Henckels“.

Das Unternehmen blühte auf, expandierte schnell und erhielt weltweit Produkt-Auszeichnungen. Nach der ersten Niederlassung 1818 in Berlin öffnete Zwilling weitere in ganz Europa, USA, China und mehr Ländern. 1953 firmierte es um zur Aktiengesellschaft. Bis 1965 stellte es seinen Stahl selbst her. Global verteilte Filialen, Vertriebsgesellschaften und Joint Ventures (1995 mit China) machten Zwilling zum Weltkonzern. Und brachten 2017 fast 90 Prozent seines Umsatzes aus weit mehr als 100 Ländern.

Innovativ: 1923 Einführung rostfreier Messerstähle, 1939 Patent auf das Frosthärteverfahren, das spätere „Friodur“, danach weitere Patente und zahlreiche Preise. Legendär: die meistkopierte Universalschere „Küchenhilfe“ von 1938. Revolutionär: Messerserie „**** Vier Sterne“ mit erstmals fugenlosem Kunststoffgriff von 1976.

Viele internationale Übernahmen und Marken bilden die Zwilling-Gruppe, deren Führung seit 1970 nicht mehr in Händen der Henckels-Familie, sondern beim Alleinaktionär Wilhelm Werhahn KG aus Neuss liegt. Messerproduktion ist in Solingen, Seki Japan (Marke Miyabi), Indien und China lokalisiert. Und natürlich gibt es eine ganze Zwilling-Produkt- und Lifestyle-Welt mit Weltruf.

Zwilling vier Sterne

Der absolute Weltbestseller von Zwilling und 1976 das erste geschmiedete Messer mit Griff aus ergonomisch geformtem Vollkunststoff. Ganz ohne Fugen und Nieten. Und unverändert seit bald 45 Jahren.

Zwilling Twin Cuisine

Diese Serie besticht durch ihren geschwungenen Griff mit durchgehend querliegendem Voll-Erl und Doppelkropf. Mit schwarzen Kunststoffschalen oben und unten. Eine schmiedetechnische Herausforderung, die aber ausgesprochen gut in der Hand liegt und das Auge freut.

Ein Bollwerk an Zwilling-Qualität

Der Stahl typischer Zwilling-Messer ist ein eigens optimierter CMV-Spezialstahl, „Zwilling Sonderschmelze“ genannt. Doch auch High-Tech-Stahl aus der Raumfahrt findet Anwendung bei Zwilling: „Cronidur 30“, ein hochbeanspruchbarer Stahl mit unter Druck eingebrachtem Stickstoffanteil (X 30 CrMoN 15 1).

Für rund 25 Serien stellt Zwilling Messer nach vier verschiedenen Verfahren her:

  • traditionell geschmiedet aus Stahl-Rohlingen im ganzen Stück – Serie Twin Cuisine mit querliegendem Erl zum Beispiel
  • nur am Kropf stauchgeschmiedete Stanzrohlinge via eigenem „Sigmaforge“-Verfahren
  • kostengünstig und kropflos aus Stahlband gestanzte Rohlinge mit Flach-Erl
  • Mehrlagenstahl aus hartem Kernstahl mit damastartiger Außenlage

Ausgeklügelt und geschützt sind auch die firmeneigenen Härteverfahren. „Friodur“ ist ein spezieller Eishärtungsprozess mit mehreren plötzlichen Temperaturwechseln, erreicht 55 bis 58 HRC. „Cryodur“ härtet Zwillings Mehrlagenstahl auf bis 60 HRC. Beide bringen sehr harte, schnitthaltige, elastisch-flexible und korrosionsbeständige Messer hervor, beste Roh-Qualität eben.

Auch in der Klingenbearbeitung entwickelte Zwilling Innovatives: Die „Razor-Edge-Technik“ verleiht den asiatischen Produkten extreme Schärfe, Europäer schneiden mit „V-Edge“-Abzug hervorragend. Und auch eine optimierte Wellenschliff-Methode für Brotmesser durfte nicht fehlen. Meister bei Zwilling durchlaufen eine achtjährige Ausbildung, bevor sie „an die Messer dürfen“.

Quellen & Weiterführende Informationen

Offizielle Zwilling Website: https://www.zwilling.com/de/

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