Kai Messer

Über 100 Jahre schärfste Klingentechnologie

Die beliebtesten Kai Messer

Schlüsselfakten über Kai-Messer

Kai Shun Classic

Die bekannteste und erfolgreichste Serie aus VG Max-Kernstahl (61 HRC) und 32-lagiger rostfreier Damaszener-Außenhülle ist zugleich auch die größte: 31 Messer umfasst sie. Klar und zeitlos harmonieren die mattierte Damast-Maserung mit einem klassischen Holzgriff aus schwarzem harzgetränktem Holzfurnier (Pakkaholz) in Kastanienform. Shun Classic White in 7 Klingenformen variiert das Thema mit einem hellen eschefarbigen Pakkaholzgriff.

Kai Shun Premier Tim Mälzer

Für Profiköche und mit einem der bekanntesten entworfen ist diese ausgefallene Serie aus 12 Messern. Und extravagant schaut sie auf jeden Fall aus: Die rückenseitige Spiegelhälfte ist mit Hammerschlägen (Tsuchime) versehen, die das Lösen feinen Schnittguts von der Klinge unterstützt.

Darunter folgt eine feingemusterte 32-Lagen-Damastoberfläche, die in eine blanke superscharfe Wate aus VG Max in schnitthaltiger 61-HRC-Härte ausläuft. Am für Links- und Rechtshänder geeigneten längssymmetrischen Griff aus Walnussholz findet sich in der Endkappe der obligatorische Tim-Mälzer-Bullenkopf.

Mit Klappmessern fing es an

1908 gründete Saijiro Endo eine kleine Werkstatt für Klappmesser. Und zwar in Seki (Präfektur Gifu), der größten Klingenstadt Japans mit 800 Jahren Tradition. Vom Geist althergebrachter Schmiedekunst geprägt entwickelte sich unter verschiedenen Firmierungen ein Familienunternehmen für Klingen aller Art: Rasierer, Küchenmesser (1971), Scheren, Nagelknipser, Skalpelle. Unterdessen zog die Hauptverwaltung 1949 nach Tokio. „Kai“ war übrigens 1951 zuerst eine Rasierer-Marke der Firma.

Das Unternehmensmotto: „bessere Produkte für mehr Menschen“, immer innovativ und auf weltweiten Handel aus. Das belegen etliche Vertriebsniederlassungen, Tochterfirmen und Werke in Asien, Amerika und Europa. Die Kerntechnologien für Schneidwaren bleiben allerdings in Japan, so auch die Küchenmesserproduktion im Seki-Werk. Unter dem markanten Logo „KAI“ fährt der Konzern erst seit 1988 und steht heute unter der Leitung von Koji Endo, einem Enkel des Gründers.

Schon über 40 Jahre (1980) lang existiert die Kai Europe GmbH in Solingen, ein wirklich passender Vertriebsknotenpunkt für Europa. Dort startete 2005 die erste erfolgreiche Sternekoch-Kooperation für Profi-Messerserien mit Michel Bras, seit 2010 dann mit Tim Mälzer.

Kai Wasabi Black

Als erschwingliche und dennoch gute Einsteigerserie präsentiert sich Wasabi Black mit 17 verschiedenen Klingen. Die bestehen aus eigens entwickeltem 6A/1K6- Edelstahl mit einer Härte von 58 HRC. Liebhaber einseitig geschliffener Klingen kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie die der beidseitigen Klassiker. Der mattschwarze gerade POM-Kunststoffgriff (oval oder kastanienförmig) ist mit der Klinge unlösbar und sehr hygienisch verschweißt: perfekt also in der Gastronomieküche und, wenn es denn unbedingt sein muss, für die Spülmaschine. Schlicht, alltagstauglich und preiswert.

Kai Shun Nagare

Aufsehenerregender Luxus mit Kais schärfster Klinge aus innovativem Dual-Core-Damaststahl. Sechs Messerformen führen diesen aufwendig entwickelten und hergestellten Stahl mit einzigartiger Strahlenmaserung – extra auf Hochglanz poliert. Weicherer VG 2-Stahl und harter VG 10-Stahl in 72 Mikrolagen verbinden sich zu einem 61 HRC-harten Werkstoff der Spitzenklasse. Nagare-Messer sind aus einem Stück geschmiedet mit Vollerl, massivem Doppelkropf für beste Balance, ergonomischer Griffform und genieteten Schalen aus grau-schwarzem Pakkaholz.

Kai-Messer-Herstellung

Aus der größten Küchenmesserfabrik Japans in Seki kommen jeden Monat 90.000 der weltweit beliebten Kai-Messer. Luxusserien sind aus einem Stück geschmiedet. Die meisten Rohlinge werden jedoch aus industriell hergestellten Messerstahlplatten lasergeschnitten oder gestanzt. Monostahl, dreilagig oder aus damastidentischem Walzlaminat mit Kernstahl. Der Damaststahl mit viel Kohlenstoff und Kobalt durchläuft dabei laut Kai die gleichen Stationen wie beim Schmied. Nach automatischer Vergütung (Härten und Anlassen) erfolgt der erste Schliff computergesteuert. Lagen- und Damaszenerstahl werden dagegen handgeschliffen. Denn das bringt das Härtezonen-Muster „Hamon“ am besten zur Geltung. Logo und Beschriftung bringt der Laser auf den Klingenspiegel. Traditionsbewusstsein und modernste Produktionstechnologien arbeiten Hand in Hand bei Kai.

Kröpfe (Bolster) für hochwertigere Produkte sind nachträglich angeschweißt. Der Kurz-Erl wird mit dem hohlen Griff verklebt und über eine durchgehende Schraube zusätzlich am Griffende fixiert. Diesen Schritt, wie auch das Glattschleifen (Ausmachen), Feinschleifen zur Ultraschärfe und Endbehandlungen führen Spezialisten in Handarbeit aus. Durchschnittlich 60 Tage braucht ein Messer bis dahin.

Insgesamt legt Kai ganz besonderen Wert auf Ästhetik und geht dabei auch auf regionale Vorlieben ein, zum Beispiel mattierte Oberflächen und beidseitigen Schliff für Europa. Sauber verarbeitet und durchdacht funktional sind alle Kai-Messer. Mit bis zu 31 verschiedenen Klingenformen hat Kai die größte Vielfalt am Markt und präsentiert laufend neue Materialien, Designs und Zubehör. Manche sehen seine untergliederten Shun-Serien gar als eigene Marke an.

Kai Messer in der Übersicht

Lennart

Mehr über den Autor

Als leidenschaftlicher Hobbykoch kam ich zwangsläufig mit dem Thema Kochmesser in Verbindung, denn das passende Messer ist natürlich ein wichtiges Werkzeug für jeden Koch. Besonders Japanische Kochmesser mit den Jahrhunderte alten Schmiedetechniken haben es mir angetan. Ich möchte hier mein Wissen teilen und dir somit die Entscheidung für dein passendes Kochmesser leichter machen.

Quellen & Weiterführende Informationen